Eichhörnchennester werden auch Kobel genannt. Diese Kobel werden in Astgabeln oder an abgehenden Ästen in der Nähe des Hauptstammes gebaut. Eichhörnchen nehmen auch gerne verlassene Elstern- oder Habichtnester, die dann nurnoch nach ihren Wünschen umgebaut und aufgepolstert werden.

Das Grundgerüst desKobels besteht also aus Zweigen die entweder schon der Vormieter gestellt hat oder aber in der näheren Umgebung eingesammelt werden. Dabei gibt sich das Hörnchen viel Mühe, es wird genagt, gezogen und gerupft. In der Voliere ist dies schon Lustig anzusehen. Damit es drinnen auch schön warm ist, wird das Nest ordentlich gepolstert. Dazu benötigt das Eichhörnchen Moos, Gras, Federn, Rinde von kleinen Zweigen (Bast)  eben einfach alles was schön weich ist.

So ein Kobel hat einen Durchmesser von ca. 30 – 50 cm, im inneren ist er etwas kleiner etwa 15 – 20 cm. Der Kobel wird so gebaut das er Wasserdicht ist und vor Kälte schützt. Ein Kobel besteht immer aus 2 Schlupflöchern.
Dies hat den Sinn, das bei Gefahr der Hinterausgang(Fluchtloch) genommen werden kann. In der Natur liegt der 2. Ausgang meist unten. In der Voliere haben unsere gebauten Kobeln den 2ten Ausgang an der Seite. Wenn es keinen 2ten Ausgang gibt, kann man beobachten wie schnell ein  Eichhörnchen sich einen selber macht.

Eichhörnchen haben viele Nester, neben dem Hauptkobel gibt es noch zahlreiche Nebennester. Es gibt noch Notnester, diese werden genutzt, wenn der Kobel durch die Geburt verschmutzt ist, Parasitenbefall vorliegt oder einfach nicht mehr sicher ist. Dann ziehen die Hörnchen einfach um. Die Nebennester heißen auch Schattennester, sie sind  in ihrer Bauweise einfacher gearbeitet als die Hauptnester und dienen dem Eichhörnchen eher als Schutz als zum schlafen.

Wenn die Eichhörnchen ihre Kobel verlassen werden diese wieder schön verschlossen, insbesondere wenn Jungtiere darin sind.

Der Bau eines Kobels dauert etwa 3-5 Tage.

In der Voliere kann es vorkommen, das die Eichhörnchen sich ihre Nester auch selber bauen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Dazu kann manauchausgedienter Vogelnester in Astgabeln hängen, so dass sie dann vielleicht weiter bauen.

Meist nehmen sie aber die von uns gebauten Holzkästen dankend an. Die Polsterung der Kästen übernehmen dann aber die Hörnchen selber. Dazu lege ich geeignetes Nistmaterial in die Voliere. Unser Nistmaterial besteht aus Maisflachs, Moos, Baumwolle, Sisal, und alles was man noch so findet.

Unsere Kobel haben die Maße Höhe ca. 25cm, Länge ca. 30cm und Breite ca. 25cm. Das Loch für den Eingang ist ca. 9 cm groß. Oder man verwendet Nistkästen für Großsittiche aus Baumstümpfe, diese bekommt man auf Vogelbörsen oder im Internet.